Auf einer ost-west-ausgerichteten Sonnenterrasse, ca. 100 Höhenmeter über dem Ennstal, an der alten Straße zur Wagrainer Höhe liegt Schloss Höch.
1209 erstmals nachweisbar. 1392-1608 im Besitz der durch Bergbau reich gewordenen Familie Kölderer (vgl. Anif, Urstein, Wiespach). Nach dem Verkauf an den Neffen Karl Jocher und der Heirat von dessen Tochter mit Johann Rudolf Freiherrn Plaz zum Thurn (vgl. St. Jakob am Thurn) blieb Schloss Höch bis 1989 im Besitz der Grafen Plaz. Aus der Konkurs-Masse des Skifabrikanten Alois Rohrmoser konnte es am 23. Dez. 1999 die Gemeinde Flachau erwerben.
Im sog. Grafenstock befinden sich im 1. Stock spätgotische Täfelungen und Türen aus der Kölderer-Zeit. Um 1648 war der Umbau mit einer reichen Innen-Ausstattung abgeschlossen. 1893 wurde nochmals „modernisiert“. Die Gemeinde Flachau sorgte für eine gelungene Generalsanierung, die zum 800-Jahr-Jubiläum vorgestellt werden konnte.
1978-1981 konnte der Kulturverein „Anisus“ öffentlich zugängliche Veranstaltungen durchführen.
Von der Burg Hüttenstein des 13. Jahrhunderts sind nur Reste westlich oberhalb der Scharflinghöhe erhalten. Östlich der Straße von St. Gilgen zum Mondsee wurde am Krottensee der Gerichtssitz Hüttenstein um 1565 erbaut. Durch neugotische Umbauten um 1843 entstand das heutige Schloss.
Die Pflegrichter des in der Mitte des 16. Jahrhunderts neu geschaffenen Gerichtes Hüttenstein wohnten zwischen 1565 und 1703 im Pflegschloss Hüttenstein. Dann wurde es nach dem Bau des Gerichtsgebäudes in St. Gilgen dem Verfall preisgegeben. 1794 wurden Steine für den Bau des Hammerwerks in Abersee weggeführt.
1811 wurden unter der bayerischen Verwaltung die Reste versteigert. 1817 kaufte Carl Philipp Fürst Wrede, der für seine Verdienste während der Franzosenkriege von Kaiser Napoleon I. das Kloster Mondsee geschenkt erhalten und 1813 – mit Bayern – geschickt einen Frontwechsel vorgenommen hatte, die Ruine. Sein Nachfolger begann 1843 mit dem neugotischen Umbau.
Etwa in der Mitte zwischen Oberalm und Puch, unmittelbar westlich der Bahnlinie Salzburg-Hallein, liegt in einem ausgedehnten Park die durch Zubauten erweiterte heutige Seniorenresidenz „Schloss Kahlsperg Pension“.
Kalsperg war ursprünglich eine Wasserburg. Den Namen erhielt sie von den „Chalochspergern“, einer Familie, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Burg Moosham im Lungau gegen die Erzbischöfe verteidigte und die wohl auch mit den Goldeggern verwandt war.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts waren die Kalsperger nachweislich in Oberalm ansässig. Die im 15. Jahrhundert Genannten waren nur mehr die Burghüter – Kalsperg gehörte inzwischen den Nußdorfern. Sie wandelten die Burg in einen Ansitz mit vier aufgesetzten Türmchen um und erweiterten diesen hufeisenförmig.
Nach wechselnden Besitzern kam der Ansitz mit dem schönen Park und ausgedehntem Grundbesitz 1638 zum Lodron-Primogenitur-Fideikommiss, aus dem er 1812 an Johann B. Maffei verkauft wurde. Nach häufig wechselnden Besitzern übergab 1952 das Ehepaar von Walterskirchen den Besitz gegen Leibrente an die Halleiner Schulschwestern. Von ihnen wird in dem grundlegend veränderten, im Inneren ruinierten und mit Zubauten erweiterten Ansitz die Seniorenresidenz „Schloss Kahlsperg“ geführt.
Vermutlich in den 1120er Jahren auf einem dem Salzburger Erzbischof gehörenden unzugänglichen Felsen errichtet, stellte die Burganlage eine Residenz der Grafen von Peilstein im Reichenhaller Tal dar. Zu den ältesten Bauteilen gehört eine heute in Resten erhaltene Kapelle mit eingezogenem Rechteckchor, die dem hl. Andreas geweiht war. Die Peilsteiner waren Vögte (Rechtsvertreter) des Erzstiftes Salzburg und garantierten mit einer eigenen Burg vor Ort einerseits für die Sicherheit der erzbischöflichen Salinenanteile in Reichenhall. Andererseits übten sie Grafenrechte über die so genannte Grafschaft Reichenhall aus, die sich – mit Ausnahme des eigentlichen Stadtbezirks von Reichenhall („Hallgrafschaft“) – bis zum Steinbach bei Unken erstreckte.
Da sich die Stammburg der Grafen in Peilstein (Niederösterreich) befand, wurde Karlstein durch so genannte Kastellane bzw. Burggrafen verwaltet. Namengebend für die Burg wurde ein Peilsteinischer Gefolgsmann namens Karl. Nach dem Erlöschen der Peilsteiner im Mannesstamm 1218 gelangte Karlstein an den Bayernherzog, der – etwa durch den Bau eines massiven Bergfrieds – die Anlage zu einem bayerischen Bollwerk gegen die erzbischöflich-salzburgischen Ansprüche auf Reichenhall aufrüstete und fortan die Pflege der Burg seinen Dienstmannen übertrug. Vermutlich 1311 erlangte Karlstein offiziell den Status einer Hofmark, wodurch die Niedergerichtsrechte beim Burgherrn lagen. Während des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit belehnte der Bayernherzog bestimmte Adelige mit der Herrschaft auf Karlstein. Unter Degenhard Fröschl erfuhr Karlstein ab 1539 schlossähnliche Umbauten, die dem gesteigerten Repräsentationsbedürfnis dienten. Ab den späten 1620er Jahren wurde das mühsam erreichbare Schloss nur mehr sporadisch bewohnt und verfiel zusehends.
Das bisher Kasererhof genannte Anwesen lag 1789 im Pfleggericht Glanegg. Das um die Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz des Komponisten Ignaz Franz Biber stehende Gut samt Mühle kam 1712 an das Collegium Sancti Caroli, eine Stipendienstiftung der Salzburger Universität. Nach deren Aufhebung 1811 wurde das Gut zum „Wirtshaus zu den drei Schweizern“, das vom Kasererbräuer (Kaigasse 33) geführt wurde, weshalb das heutige Hotel bis 2003 den Namen „Kasererhof“ trug.
Das weitgehend erhalten gewesene Hauptgebäude wurde 2002/3 grundlegend verändert, die elegante Toreinfahrt mit der Kapelle ihrer Funktion beraubt und der dazugehörige Park verbaut.
Der Kastenturm, Rathausplatz 5, liegt als Teil des Kastenhofes in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche im Zentrum der jungen Stadt Bischofshofen.
Im 12. Jahrhundert wurde hier ein Augustiner-Chorherrenstift gegründet, das bei der Errichtung des Bistums Chiemsee 1216 diesem als Dotation zugewiesen wurde. Die Bischöfe von Chiemsee bauten die ehemalige Propstei zu einem Verwaltungszentrum für ihren Grundbesitz aus, das den Namen „Kastenhof“ bekam. Daraus entstand um 1439 der Ortsname „Bischofshofen“.
Unverändert erhalten ist noch der massive Kastenturm. Die übrigen Gebäudeteile des weitläufigen Vierkanters wurden 1775 während einer Überflutung durch den Gainfeldbach weitgehend zerstört und anschließend, in der Ausdehnung verändert, wieder aufgebaut. Im Westtrakt waren die Fürstenzimmer eingerichtet, im Osttrakt, der an die Kirche angebaut ist, befindet sich seit 1924 bzw. seit 1928 das Rathaus. Dem Turm gibt das spätromanische Biforenfenster sein charakteristisches Aussehen. Das aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts stammende Bauwerk ging nach der Säkularisierung 1803 und der Aufhebung des Bistums Chiemsee 1805 im Jahr 1807 an das österreichische Kameral-Aerar über und ist seit 1917 Privatbesitz.
Der vordere Teil des Kastenhofes beherbergt seit dem 19. Jahrhundert Wohnungen und Geschäfte und seit 2001 das „Museum am Kastenturm“.
Um 1400 erwarb die Reichenhaller Patrizierfamilie Kastner vom Salzburger Erzbischof ein bäuerliches Gehöft zu Lehen, das als Versorgungsgut für die mittelalterliche Burg Kirchberg bereits im Jahre 1130 urkundlich erwähnt wurde. Nach der Zerstörung dieser Burg 1262 entwickelte sich der gleichnamig Hof Kirchberg zum bedeutenden landwirtschaftliche Anwesen, dem ursprünglich auch mehrere Mühlen angehörten. Zu Beginn des 16. Jahrhundert präsentierte sich das Adelsgut als befestigtes Haus mit umgebender zinnenbekrönter Ringmauer, die heute verschwunden ist. Vermutlich besaß es bereits damals die heutigen Ausmaße mit den vier aufgesetzten Ecktürmchen, wie sie von den Gewerkensitzen aus dem salzburgischen Raum bekannt sind.
Mehrere Adelige, darunter hochrangige Beamte, waren im 17. und 18. Jahrhundert im Besitz des Anwesens. 1724 erwarb der aus Marktschellenberg stammende Holzwarenverleger Peter von Walthern und Neubau das Schloss und veranlasste eine umfassende Renovierung und Barockisierung der äußeren Fassade. Die nahe dem Schloss entspringende und bereit 1507 urkundlich erwähnte Kirchbergquelle zog im 17. Jahrhundert die Etablierung eines Badebetriebs im benachbarten so genannten „Ledererbad“ nach sich. 1786 wurden hier erstmals Solebäder verabreicht. Ab 1823 versuchte man verstärkt, Kirchberg als Badeort bekannt zu machen. Die größte Blüte erlebte das „Bad Kirchberg“ in den Jahren von 1864 bis 1914.
Die Burg Klausegg ist unter der Bezeichnung „Clausners Schlos“ oberhalb der Klause Seethal auf einem Plan des 17. Jhdts. eingezeichnet, damals schon ohne Dach. Die rechteckige Anlage (30x15m) hat vier Stockwerke und eine Mauerstärke von 2,5 m. Sie wurde im Zuge der Landwerdung Salzburgs um 1300 zur Grenzfestung gegen die Steiermark.
Von 1354 an sind die Burgpfleger namentlich bekannt. 1533 bis 1614 waren es die Thanhauser. Während des Ungarnkrieges waren die Lungauer Burgen bis 1490, Klausegg bis 1492 von den Ungarn besetzt.
1533 war die Burg baufällig. Eine 1617 geplante Renovierung unterblieb. 1672 konnte der hölzerne Wehrgang unter dem Dach nicht mehr begangen werden. In den letzten Jahren wurde die grandiose Ruine gesichert und neu eingedeckt.
Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun erwarb 1690 den „Kleshof“ und ließ ihn nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach zu einem Sommersitz inmitten eines großen Parks ausbauen. Während des 18. Jahrhunderts dienten Kleßheim und das im Park neu gebaute Hoyos-Schlössl zumeist für Jagdaufenthalte, vor allem den Fürsterzbischöfen Franz Anton Fürst Harrach und Leopold Anton von Firmian.
Bis 1919 war der jüngste Bruder von Kaiser Franz Joseph, Erzherzog Ludwig Viktor, hierher „verbannt“. Er ließ das Schloss umbauen und um das Kavalierhaus erweitern. Das österreichische Kaiserpaar Franz Joseph und Elisabeth empfing hier zum Geburtstag von Franz Joseph am 18. August 1867 das französische Kaiserpaar Napoleon III. und Eugenie sowie den bayerischen Exkönig Ludwig I.
Um- und Ausbauten erfolgten noch bis 1942, einschließlich eines eigenen Bahnhofes, weil Kleßheim von den NSMachthabern als Ort für Friedensverhandlungen nach – gewonnenem – Zweiten Weltkrieg vorgesehen war. Das seit 1920 im Eigentum des Landes Salzburg stehende Schloss hat in der Nachkriegszeit oftmals als Gästehaus der Republik Österreich bedeutende Staatsbesuche beherbergt, wie z. B. Schah Reza Pahlevi 1960, Königin Elisabeth II. 1969, die USPräsidenten Nixon und Ford sowie den ägyptischen Präsidenten Sadat 1987.
Der Pruggnagl- oder Kletzlhof liegt in Hallein-Burgfried. Seit dem Bau des Autobahnzubringers und der anschließenden Verbauung seiner einstigen Grünflächen hat der barocke Ansitz seine dominierende Stellung verloren.
Der nahezu quadratische Ansitz mit zwei turmartigen Anbauten wurde von dem aus Kärnten stammenden Viktor Christalnigg, der auch Kalsperg und Urstein besaß, um 1620 neu gebaut. Von seiner ersten Erwähnung 1314 an gehörte das Anwesen zum Kammergut der Erzbischöfe, war aber an vermögende Bürger von Hallein, Salzburg und Laufen ausgegeben.
Seit 1909 wird er in der Familie Ostermayer vererbt. Der ehemalige Weiher wurde nach 1945 mit Bombenschutt aufgefüllt.
Zwei Kilometer südlich von Unken liegt über der B 178 die Bergfestung Kniepass. Bronzezeitliche Funde zeigen die frühe Besiedlung des 1350 genannten „Chniepoz“ auf.
Die mittelalterliche Talsperre bewachte die Straße entlang der Saalach. Wegen der häufigen Hochwässer wurde die Straße 1614 nach den Plänen des Hofbaumeisters Santino Solari in den Felsen gehauen, woran eine Marmortafel erinnert. Die kleine Festung darüber ist von einer Mauer mit Ravelin (dt.: Wallschild) umschlossen. Kriegerischen Ereignissen diente sie zuletzt während der Franzosenkriege 1805 und 1809. Am Talfelsen erinnert ein Regenbogen an die einmarschierenden US-Truppen 1945. Der Kniepass wurde um 1980 saniert und beherbergt einen Teil der Bestände des Saalachtaler Heimatmuseums Kalkofengut.
Der bayerische König Max II. ließ die Villa als wittelsbachische Sommerresidenz nach Plänen von Ludwig Lange in den Jahren 1849 bis 1852 errichten. 1860 erfolgte eine Erweiterung durch das „Musikstöckl“. Die auch als „Villa Max“ bezeichnete Residenz diente dem jährlichen Hoflager der königlichen Familie, wogegen Max‘ Nachfolger Ludwig II. das Haus nicht besuchte. Zwischenzeitlich weilten hier zur Ferienzeit Gäste des europäischen Hochadels. Prinzregent Luitpold nutzte das Haus als Jagdsitz. Ab 1920 befand sich in einem Saal eine Galerie Berchtesgadener Maler. 1922 wurde die Königliche Villa dem Wittelsbachischen Ausgleichsfonds zugeschlagen, 1921 – 1924 diente sie als Mittelschule, ab 1927 als Kurcafé.
1975 wurde der Baukomplex an einen Privatmann verkauft; 1983/84 erfolgte die Aufteilung in zahlreiche Eigentumswohnungen. Die Anforderungen italienischen Vorbildern; markant wirkt das mit Bögen versehene mächtige Postament, auf dem sich die durch Risaliten gegliederten Gebäudeteile, Terrassen und ein Belvedere-Turm befinden. Durch die Umbaumaßnahmen sind Teile der Villa heute stark verunklärt. Ursprünglich war das Haus umgeben von einem alpinen Landschaftsgarten.
Christoph III. von Kuenburg wurde 1556 Pflegrichter von Moosham (vgl. Moosham). Von da an begann die Familie mit Grundkauf im Lungau. 1560 wurde der Gesamtbesitz auf zwei Linien aufgeteilt: Kuenburg- (Hoch-)Neukirchen und Kuenburg-Tamsweg. Der 1681 eingerichtete Fideikommiss (alleiniges Erbrecht des Familien-Ältesten) blieb praktisch bis zum Kauf durch die Marktgemeinde Tamsweg 1954 in Geltung (1870-1933 gehörte das Palais durch Einheirat der Familie Buddenbrock).
Das kleine Palais entstand durch Umund Einbauten einiger Häuser bis 1598. Der Marktbrand 1742 erforderte einen Wiederaufbau im Früh-Rokoko-Stil, an dem u.a. die Lungauer Malerfamilie Lederwasch mitwirkte. Bemerkenswert ist das schmiedeeiserne Allianzwappen Kuenburg-Rollingen über dem Hauptportal. Der einst gepflegte Schlosspark mit alten Bäumen ist nun Gemeindepark. Für den Lungauer Kulturverein soll derzeit das Palais generalsaniert und darin ein „Kulturhaus“ (mit Kino-, Theater-, u.a. Sälen) eingerichtet werden.
Der Gebäudekomplex entstand anstelle eines Hofes, den Erzbischof Kardinal Matthäus Lang von Wellenburg in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts für seine Familie erbauen ließ. Von ihm erhielt der Hof den heute gebräuchlichen Namen.
Um 1670 ließ Fürsterzbischof Max Gandolph von Kuenburg an seiner Stelle, erweitert um zwei weitere Häuser, einen Palast für die Familie Kuenburg errichten, der er heute noch gehört.
Um 1800 gestaltete Johann Georg Laschenzky eine neue klassizistische Fassade für die vierseitige Anlage um einen Rechteckhof. In der südlichen Tordurchfahrt ist ein liegender romanischer Löwe der Zeit um 1150 aus dem ehemaligen romanischen Salzburger Dom aufgestellt. In dem weiträumigen Palast sind Wohnungen, Geschäfte und die Räumlichkeiten für die Internationale Salzburg Assoziation untergebracht.
Nordöstlich der Filialkirche von Niederalm steht in einem z. T. durch Neubauten reduzierten Park der Ansitz Lasseregg.
Das erzbischöfliche Lehengut „Kirchhof zu Niederalben“, das 1418 erstmals nachweisbar ist, ging vor 1513 aus dem Besitz der Gewerkenfamilie Strasser für rund 350 Jahre an die Familien Lasser-Lassberg über. Die Lasser erhielten 1514 von Kaiser Maximilian I. ein Wappen und wurden 1538 mit dem Prädikat „von Lasseregg“ durch Kaiser Ferdinand I. in den Ritterstand erhoben. Das Wappen ist sowohl an einer Säule im Erdgeschoss wie auch im Bereich der
nördlichen Freitreppe erhalten. Die angesehene Handelsfamilie stellte mehrere Bürgermeister für die Stadt Salzburg und pflegte enge Verbindungen zu Augsburg. Sie erwarben als kaiserliche Fischmeister großen Besitz am Attersee (Burgau), aber auch die Hofmark Marzoll. Nach einem Zwischenspiel durch die Geschwister Landwürst aus Oldenburg,
Magdeburg und Berlin gehörte Lasseregg seit 1926 der Familie Wallner.
Der Ansitz verfügt im Norden über eine Freitreppenanlage, im Westen über eine moderne barockisierende Terrasse. 1706 und 1839 musste der jedes Mal verfallene Ansitz generalsaniert werden. Reste der früheren Umfassungsmauer sind heute Teil der Friedhofsmauer.
Schon Mitte des 8. Jahrhunderts als „castellum“ erwähnt und in den folgenden Jahrhunderten zur Sicherung der aufblühenden Stadt burgartig erweitert, entstand 1591 unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau der heutige Vierflügelbau neben dem Oberen Stadttor. Die Vollendung der Anlage erfolgte erst zwischen 1697 und 1702 unter Erzbischof Johann Ernst Graf Thun. Dieser ließ das Schloss reich ausstatten und erhob es zur landesfürstlichen Sommerresidenz, die ihm und der Hofgesellschaft alljährlich mehrere Wochen als Jagdaufenthalt diente. Hier musizierten Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart sowie Michael Haydn, auch Theateraufführungen wurden hier regelmäßig geboten.
Nach der Säkularisation des Erzstifts 1803 wurde der Gebäudekomplex u.a. als Ulanenkaserne, von 1862 bis 1930 als Gefangenenanstalt, dann von der Wehrmacht genutzt. Ab 1939 Internierungslager, nach 1945 Caritas-Altenheim, bis es 1970 vom Staat in Privatbesitz überging. Nach einer umfassenden Sanierung wurde der Bau einer Wohn- und gewerblichen Nutzung zugeführt. Die ehemalige Raumeinteilung des Gebäudes ist nicht mehr vorhanden.
Im Innenhof erinnert noch ein Wappenstein an den Erbauer Wolf Dietrich von Raitenau, am Stadttor das hier versetzte Wappen samt Bauinschrift des Erzbischofs Graf von Thun.
Fürsterzbischof Leopold Anton von Firmian ließ am Nordufer eines Weihers im Moos für seinen Neffen Laktanz von Firmian nach Plänen des aus Schottland stammenden Paters Bernhard Stuart, Professor an der Salzburger Universität, ein elegantes Schloss, umgeben von einem weitläufigen Park, erbauen.
Von diesem Herrschaftsmittelpunkt der firmianischen Hofmark Leopoldskron aus wurde auch der übrige Grundbesitz der Familie im Land Salzburg verwaltet. Die umfangreiche, außerordentlich wertvolle Kunstsammlung wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von den neuen Besitzern weit unter dem Wert verschleudert.
Zwischen 1851 und 1867 diente das Schloss dem bayerischen Exkönig Ludwig I. als Wohnsitz. 1918 kaufte es Max Reinhardt, der es mit seiner Gattin Helene Thimig zu einem Künstlertreff für die von ihm mitbegründeten Salzburger Festspiele machte. Nach der Arisierung 1938 und der Rückstellung 1945 verkaufte es seine Witwe 1959 an das „Salzburg Seminar of American Studies“, heute „Salzburg Global Seminar“.
Seit 1980 Allgemeine Sonderschule für die Gemeinden Hollersbach, Mittersill, Niedernsill, Stuhlfelden, Uttendorf –typisches Beispiel für einen Salzburger Ansitz. Von den ursprünglich sechs Türmchen musste eines 1930 aus statischen Gründen entfernt werden.
Der Gewerke Wilhelm Rosenberger von Rosenegg ließ den Ansitz 1506 errichten, 1624 baute ihn Christoph Khuen-Belasy um. 1676 wurde der „freiledig-aigen“ Herrensitz an das Erzstift verkauft und als Amtsgebäude mit Wohnsitz für den Unterwaldmeister (Förster) benützt. 1902 „privatisiert“, erwarben 1930 die Wiener Schulbrüder den Ansitz und richteten eine Privat-Hauptschule ein. 1959 kaufte die Kirche Stuhlfelden das ganze Anwesen für ein Schülerheim, 1980 schließlich die Gemeinde Stuhlfelden.
Eigentümer: Gemeinde Stuhlfelden
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